19.06.2009
Asko ist heute mit Siegfried und Doro in unserem TierHeim-Auto nach Hause gefahren. Wir wünschen allen für die zukunft alles Gute. 
03.07.2009
Liebe Clarissa, liebe Tierheimmitarbeiter/innen,
Asko hat sich wunderbar in seinem neuen Zuhause eingewöhnt. Das Zusammenleben mit allen unseren sechs Katzen ist absolut problemlos und gestaltet sich so, als ob er schon immer hier wäre. Das Miteinander mit unserer Hündin Doro ist - wie erwartet - richtig harmonisch geworden. Die Bindung zu mir ist trotz der eigentlich kurzen Zeit sehr stark geworden. Wir sind richtige Freunde. Gleichzeitig freut es mich, daß Asko auch zu meiner Frau ein inniges freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und meine Frau ihn sehr ins Herz geschlossen hat. Asko ist einfach ein Sonnenschein !
Zur Zeit üben wir das Zusammensein mit Arco, einem Berner Sennenhundrüden, der in seinem Leben viel durchgemacht hat und der oft bei uns zuhause ist. Hier sehe ich auch täglich richtig große Fortschritte. Nur manchmal ist der junge (übermütige, lebensfrohe) Asko etwas zu stürmisch gegenüber dem alten, seriösen Herrn Arco. Aber das werden wir sicherlich mit viel Geduld und der gebotenen Vor-und Rücksicht lösen.
Morgen, also am 3.7.2009, hat Asko seinen OP-Termin: Seine Schrauben und Drähte werden entfernt; außerdem wird er kastriert. Danach werde ich zusammen mit meinem Tierarzt und
Dr. Zohmann das weitere physiotherapeutische Vorgehen festlegen. Ich werde für Dr. Zohmann noch ein Video über Askos Gangbild erstellen, das er für Schulungszwecke verwenden will. Ich hoffe, daß Asko bald schmerzfrei wird und sein Leben somit um so mehr geniesen kann.
Viel Spaß mit den Bildern. Ich melde mich wieder, nach der OP.
Viele Grüße Siegfried, Doro und Asko.
04. Oktober 2009
Liebe Clarissa, liebe Tierheimmitarbeiter/innen,
nach meinem letzten Mail über Asko vom 3.7.2009, ist es wieder an der Zeit über unseren Sonnenschein Asko zu berichten. Insbesondere deshalb, weil sich viel Neues ergeben hat.
Asko und natürlich Doro sind unsere Traumhunde.
Asko ist nicht mehr wegzudenken in unserer Tierfamilie. Alles was wir für ihn tun gibt er uns bereits jetzt durch sein traumhaftes Wesen, seine Freundlichkeit und durch seine Lebensfreude zurück.
Diese Einschätzung spüren auch all die Menschen, die mit ihm zu tun haben, im besonderen sein behandelnder Tierarzt, die Tierärzte und das Tierpflegepersonal der Tierklinik Hofheim im Taunus und die Tierärzte und Therapeuten der Vierbeiner Reha Klinik in Bad Wildungen. Lieb und freundlich zu jedem und so wird er auch ganz schnell zum Liebling in der Tierarztpraxis oder der Rehaklinik
Nach meinem letzten Mail ist viel passiert. Ihr erinnert Euch, dass seine Schrauben und Drähte entfernt werden mussten, weil sie drückten.
Danach begannen wir mit einer genau auf ihn abgestimmten Physiotherapie. Asko bekam Magnetfeldtherapie, Massagen und eine Matrix Rhythmus Therapie, die er sichtlich genoss. Sehr gerne nahm er auch das Unterwasserlaufband an und hier zeigte er auch, dass er – bedingt durch die Leichtigkeit im Wasser – richtig auftreten konnte. Desto mehr er aber „richtig“ auftrat, desto mehr zeigten sich beginnende Probleme mit seiner schweren HD. Hier wurde klar, dass in einiger Zeit die HD behandelt bzw. operiert werden muss. Umso wichtiger ist es Asko bei dem Vorderbein schmerzfrei zu machen, damit die Belastungen der HD (besonders nach der OP) vorne abgemildert werden können.
Nachdem das lädierte Vorderbein ca. 2cm kürzer ist, als das gesunde Vorderbein, erhielt Asko zum Zwecke des Unterwasserlaufbandtrainings eine Orthese angepasst.
Das heißt das Bein wurde durch die Orthese um 2cm verlängert, was zur Folge hatte, das Asko vollkommen exakt im Training stand.
Allerdings zeigte sich immer deutlicher bei den Behandlungen, dass die Stabilität im kranken Vorderbein, nach dem Entfernen der Schrauben, nicht zufriedenstellend war und dass das Vorderbein die auf Asko zukommenden Belastungen (durch die HD hinten) nicht gewachsen sein wird. Deswegen war es wichtig schnell das richtige zu tun.
Gespräche mit dem behandelnden Tierarzt und den Ärzten der Vierbeiner Reha Klinik veranlassten mich Asko in der Tierklinik Hofheim (das kompetenteste was ich kenne) zu einem Beratungsgespräch und zu einer eingehenden Untersuchung vorzustellen. Ziel: Asko soll baldmöglichst schmerzfrei werden.
An dieser Stelle muss ich einmal eine allgemeine Feststellung treffen:
Ich bin glücklich darüber, großartige Tierärzte mit einem fantastischen Einfühlungsvermögen und einer bestechenden Kompetenz gefunden zu haben. Das gilt für alle Beteiligten gleichermaßen: der behandelnde Tierarzt, die behandelnde Tierklinik und das Rehateam für die Nachbehandlungen.
Am 08.09.2009 fand dann das Beratungsgespräch statt. Nach einigen Röntgenaufnahmen bekam ich eine medizinische Beratung, die es an nichts fehlen lies. Zunächst seht ihr hier auf der Röntgenaufnahme wie kastrophal das Vorderbein aussah als ich in die Tierklinik Hofheim fuhr:
Alle meine Fragen, Bedenken, Sorgen und Ängste wurden ernst genommen und es wurde alles, aber wirklich alles angesprochen (von der Amputation bis zum künstlichen Gelenk). Es wurden alle Vorteile und alle Nachteile und auch die Grenzen von den verschiedenen Methoden in einer absoluten Verständlichkeit besprochen. Ganz wichtig war auch das gesunde Vorderbein zu untersuchen und zu röntgen, damit ausgeschlossen werden konnte, dass vielleicht aufgrund von Schonhaltungen und den damit verbundenen Belastungen für gesunde Gelenke eine neue „Baustelle“ entsteht.
Nun die festgestellten Fakten:
- Das gesunde Vorderbein ist tatsächlich „kerngesund“.
- Beim kranken Vorderbein kann kein künstliches Gelenk eingesetzt werden, weil das vorhandene „Knochenmaterial“ zu schlecht ist, sodass das künstliche Gelenk nicht befestigt werden kann.
- Eine Amputation wäre das letzte Mittel, für diese Maßnahme besteht zurzeit keinerlei Notwendigkeit.
- Es verbleibt damit die Möglichkeit der gezielten Versteifung des Gelenkes und somit nach dem Heilungsprozess das Erreichen der Schmerzfreiheit.
Diese Option erschien mir, nach nochmaliger Rücksprache mit allen Tierärzten ebenfalls die richtige Entscheidung für Asko. Die OP war am 21.09.2009 und verlief trotz der sagenhaften Komplexität erwartungsgemäß gut. Hier seht Ihr eine Röntgenaufnahme NACH der OP:
Asko musste noch einen Tag in der Tierklinik Hofheim verbleiben, weil in der Klinik eine umfassende Schmerztherapie eingeleitet wurde. Er fuhr dann mit mir am 22.09.2009 wieder nach Hause. Dabei hatten wir eine Menge Antibiotika, Schmerztabletten und Verhaltensregeln im Gepäck.
Zurzeit ist absolute Schonung angesagt. Der Verband muss 6 Wochen getragen werden.
Hier ein Bild von Asko mit Verband bei unserer Ankunft Zuhause:

Der Verband wird allerdings alle 3 Tage gewechselt, damit ja keine Druckstellen entstehen. Der Verbandwechsel dauert ca. 1 Stunde.
Am Montag, den 05.10.2009 werden die Fäden gezogen. Am 19.10.2009 ist Röntgenkontrolle in der Tierklinik Hofheim. Ca. 2 Wochen später kommt der Verband ab. Dann beginnt nach und nach wieder die Physiotherapie und wieder etwas dosiert längere Spaziergänge – kurz: es passiert dann langsam wieder das gewohnte hoffentlich schmerzfreie Leben.
Der Verlauf des Heilungsprozesses ist sehr gut. Die Op-Naht sieht sehr gut aus. Keine Druckstellen durch den Verband. Keine Antibiotikagabe mehr. Es ist seit einigen Tagen nicht mehr notwendig starke Schmerzmittel zu geben. Asko bekommt zurzeit nur noch Metacam. Der Tierarzt ist sehr zufrieden. Ich auch, weil ich merke, dass es Asko jeden Tag besser geht!
Auch über die dann irgendwann später folgende HD-Op habe ich mich eingehend beraten lassen. Nach heutigem Stand der Dinge wird das gottseidank „nur“ eine Femurkopfresektion sein. Und dann müsste alles vorbei sein und der tapfere Kerl kann leben. Ich verspreche, dass ich alles dafür tun werde!
Auf meiner Homepage www.siegfrieds-tierseite.de berichte ich detailliert über Asko.
Und nun zum Abschluss noch eine Bemerkung: Viele Menschen, die diese Geschichte lesen, werden sagen: Mein Gott, was ist dies für eine Belastung mit so einem Hund!
Dem will ich gleich jetzt widersprechen:
Asko ist keine Belastung; er ist höchstens eine Herausforderung.
Was auf mich zukommt, wusste ich vorher, zeitlich, wie finanziell. Dass ich diese Herausforderung meistern und schultern kann, wusste ich auch vorher. Ich war mir aber auch vorher sicher, dass Asko diese Chance braucht, dass er ein Recht hat zu leben und dass es mich glücklich macht, wenn ich ihm ein zukünftiges schönes Leben bieten kann.
Belastend wäre für mich, wenn ich ihm dies nicht bieten könnte.
In diesem Sinne hoffe ich, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen und Asko bald ganz gesund wird. Es geht ihm von Tag zu Tag besser und ich warte mit Spannung auf die Röntgenkontrolle. Ich melde mich wieder.
Viele liebe Grüße
Siegfried Epple

Am 24. Januar 2010 bekamen wir Post von Asko:
Liebe Clarissa, liebe Tierheimmitarbeiter/Innen,
heute – am 24.1.2010 – schreibe ich voller Freude und überglücklich dieses Mail, denn heute ist der Jahrestag eines ganz besonderen Glücksfalls. Heute vor einem Jahr – also am 24.1.2009 – kam Asko zu Euch ins Tierheim von Häuser der Hoffnung e.V.
Nach dem Aufenthalt in einer ungarischen Tötungsstation und nach schwersten Verletzungen begann für den geschundenen Hund die Hoffnung auf ein friedvolles, würdiges und schönes Leben am 24.1.2009.
Ihr alle wisst, dass meine Gedanken um diesen Hund kreisten, seit dem Zeitpunkt als er im Tierheim angekommen war. Es kam dann, wie es kommen musste. Seit Juni 2009 lebt Asko in unserer Tierfamilie (mit der geduldigen und sanften Berner Sennenhündin Doro und mit sechs individuellen, vereinzelt sehr egoistischen, aber absolut liebenswürdigen Katzen).
Jetzt ist bereits wieder ½ Jahr vergangen seitdem Asko bei uns eingezogen ist. Und wie hat Asko sich entwickelt? Wie hat er sich integriert? Wie geht es ihm gesundheitlich?
Zu Beginn dieses Mails schrieb ich von einem Glücksfall. Asko ist ein Glücksfall für uns alle:
- ein wunderbarer, freundlicher Hund
- mit ausgeglichenem Wesen
- temperamentvoll und lieb verspielt
- mit einem bedingungslosen Vertrauen und einer tiefen Bindung zu mir
- er liebt seine gesamte Familie
- er ist ein richtig guter Kumpel und Freund für die Doro und das beruht auf Gegenseitigkeit
- er kuschelt gerne mit den Katzen und diese auch mit ihm
- bei fremden Hunden ist er allerdings etwas wählerischer und differenzierter
Asko entspannt:

Auf meiner Homepage www.siegfrieds-tierseite.de könnt Ihr u.a. auch die Krankengeschichte von Asko nachlesen. Diese Krankengeschichte wurde zum 24.1.2010 nun ergänzt und abgeschlossen. Ja, Ihr habt richtig gelesen:
abgeschlossen.
Das ist der weitere Glücksfall:
Nach jetzigem Stand bedürfen
Asko’s Verletzungen keiner weiteren Behandlung mehr.
(Ausnahme: noch 1 bis 2 Monate Physiotherapie).
Wenn ich bedenke, was der arme Kerl in dem letzten Jahr an Behandlungen und Eingriffen über sich ergehen lassen musste und wie jetzt das Ergebnis aussieht, dann empfinde ich eine tiefe Dankbarkeit gegenüber all denen, die zu dem Heil- und Genesungsprozess beigetragen haben. Daneben bleiben eine riesengroßen Freude und ein großes Glücksgefühl.
- Asko ist schmerzfrei
- er tritt mit dem verletzten Vorderbein auf
- er benützt das Bein auch zum Kratzen und Buddeln
- er rennt und spielt
- die Röntgenkontrollen und die Röntgenbilder zeigen, dass sich alles verfestigt hat und bestens verheilt ist
- nach ärztlicher Ansicht gibt es keine Beschränkungen mehr (er darf rennen, toben, laufen – und er tut es)
- Die HD-Problematik wurde (wahrscheinlich) mit der Goldimplantation gelöst.
Asko mit seinen Freunden:


Asko mit Kater Sam Asko mit Carlo und Sam


Asko mit Doro Asko mit Carlo und Sam
Fazit: Asko ist im Leben angekommen und freut sich. Es vergeht kein Tag an dem er nicht über das ganze Gesicht grinst.
Ich danke Euch, dass Ihr ihn am 24.1.2009 aufgenommen habt und er bei Euch die Hoffnung bekam, dass alles gut wird.
Viele liebe Grüße
Siegfried
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