Die Kangalhündin Giza, geb. im Frühjahr 2005, haben wir von einem anderen Tierschutzverein übernommen, der sich mit ihrem oft schwierigem Verhalten überfordert sah. Bekannt ist, dass Giza bei einer amerikanischen Familie lebte, die die Hündin aus der Türkei mitgenommen hatten. Diese Familie gab Giza mit Maulkorb und Stachelhalsband ab, die Hündin war gegenüber dem Halter so wehrhaft, dass die Ehefrau sie reinbringen musste, weil der Mann sich nicht in ihre Nähe traute. Über das Leben in dieser Familie wissen wir fast nichts, aber durch eine besonders liebevolle Behandlung wird es nicht so weit gekommen sein...
Noch heute ist es erschütternd zu sehen, wie viele Ängste Giza hat. Spricht man sie als Fremder an, zeigt sie starke Angst - und ist bereit, um ihr Leben zu kämpfen. Es macht traurig sich vorzustellen, was ein Hund erlebt haben muß, um in ein solches Verhalten zu kommen.
Seit Augsut 2007 trainiert Martina Laage mit ihr und ihr Verhalten hat sich schon stark verbessert. Trotzdem wird Giza sicher für immer ein Hund bleiben, der nur in äußerst erfahrene Hände vermittelt werden könnte. Erfahrungen im Umgang mit Herdenschutzhunden und mit abwehrbereiten Hunden. Hat Giza erst einmal Vertrauen gefaßt - was lange dauert - ist sie sehr fürsorglich und nett und freut sich über Zuwendung.
Sie ist die erste Bewohnerin unseres Tierheims und fühlt sich in ihrem Zimmer sehr wohl. Da Giza sicher noch
länger bei uns bleiben wird, wäre es schön, Paten für sie zu finden.